Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Jahresbericht 2006 des ITA

Der Jahresbericht des Instituts für 2006 steht zur Verfügung.
[ Jahresbericht 2006 ]

Beteiligung an europäischem Satellitenprojekt

Die Kosmologiegruppe am ITA wird sich am geplanten europäischen Satellitenprojekt "Dark Universe Explorer" (DUNE) beteiligen, das darauf zielt, ein optisches Bild des gesamten Himmels aufzunehmen und mithilfe des Gravitationslinseneffekts das Verhalten der dunklen Energie zu rekonstruieren. Die Kosmologiegruppe am ITA wird in diesem Zusammenhang vor allem starke Gravitationslinseneffekte untersuchen.

Beteiligung an europäischem Netzwerk

Das beantragte Research and Training Network (RTN) "DUEL" wurde von der Europäischen Kommission bewilligt. Es verbindet Gruppen in Edinburgh, Leiden, Paris, Bonn, Heidelberg, München und Neapel in dem Ziel, Beobachtungen des schwachen kosmischen Gravitationslinseneffekts durchzuführen, auszuwerten und zu interpretieren. Die Kosmologiegruppe am ITA wird in diesem Projekt theoretische Simulationen durchführen und effiziente Analysemethoden entwickeln und einsetzen.

Transregio bewilligt

Der Transregio-Sonderforschungsbereich TR 33 "The Dark Universe", der unter der Federführung von Christof Wetterich am Heidelberger Institut für Theoretische Physik von Gruppen in Bonn, Heidelberg, Garching und München beantragt worden war, wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligt. Die Kosmologiegruppe am ITA ist daran beteiligt und arbeitet in zwei Teilprojekten mit je einer Gruppe in Garching und in Bonn zusammen.

Jahresbericht 2005 des ITA

Der Jahresbericht des Instituts für 2005 steht zur Verfügung.
[ Jahresbericht 2005 ]

Mercator-Gastprofessur für Prof. Carlo Baccigalupi

Für Prof. Carlo Baccigalupi von SISSA (Triest) wurde eine Mercator-Gastprofessur bei der DFG beantragt und bewilligt. Damit wird Prof. Baccigalupi vom 01.09.2005-31.08.2006 am ITA forschen und lehren.

Humboldt-Stipendium für Dr. Francesca Perrotta

Dr. Francesca Perrotta von SISSA (Triest) wurde mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Es ermöglicht ihr, ein Jahr lang am ITA zu forschen.

Auszeichnung

Für seine Dissertation "Strong Gravitational Lensing by Galaxy Clusters: A Tool for Cosmology" wurde Dr. Massimo Meneghetti, seit April 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theoretische Astrophysik des Zentrums für Astronomie der Universität Heidelberg, mit dem Premio Livio Gratton ausgezeichnet, der alle zwei Jahre für die beste astronomisch-astrophysikalische Dissertation in Italien vergeben wird.

Die Begründung lautet unter anderem, "Our unanimous recommendation for the awardee of this year's Livio Gratton Prize is Dr. Massimo Meneghetti, whose dissertation was Strong Gravitational Lensing by Galaxy Clusters: a Tool for Cosmology, presented by Dr. L. Moscardini and Dr. M. Bartelmann. Dr. Meneghetti is a prolific author, and his thesis is outstanding. His result that merging in clusters increases the lensing efficiency by an order of magnitude is very important because it resolves a serious discrepancy that had emerged in LCDM cosmology, the leading cosmological model."
[ Webseite des Premio Livio Gratton ]

Kosmische Verstärkung entdeckt

Mithilfe der Daten des Sloan Digital Sky Survey ist es erstmals gelungen, die Verstärkung aufgrund des Gravitationslinseneffekts großräumiger Strukturen im Universum zu entdecken. Diese "kosmische Verstärkung" führt dazu, dass weit entfernte Quasare mit Vordergrundgalaxien assoziiert erscheinen, die durch kosmologische Distanzen von ihnen getrennt sind. Dieser Effekt war zuerst 1993 durch Bartelmann und Schneider theoretisch beschrieben worden, aber die zweifelsfreie Entdeckung wurde erst jetzt mithilfe von etwa 200.000 Quasaren und 13 Millionen Galaxien aus dem Sloan Digital Sky Survey möglich.
[ Pressemitteilung des Sloan-Konsortiums ]

Jahresbericht 2004 des ITA

Der Jahresbericht des Instituts für 2004 steht zur Verfügung.
[ Jahresbericht 2004 ]

Memorandum des Rats Deutscher Sternwarten

Der Rat Deutscher Sternwarten, die Vertretung aller professionellen Astronomen in Deutschland, weist mit einem Memorandum auf die Lage der Astronomie und Astrophysik in Deutschland hin. Besonders betont wird, dass die bisher international sehr anerkannte Position Deutschlands in der astronomischen Forschung vor allem durch akuten Personalmangel stark gefährdet ist.
[ Text des Memorandums | Rat Deutscher Sternwarten ]

Zentrum für Astronomie Heidelberg

Drei der Heidelberger astronomischen Institute wurden zu Anfang dieses Jahres zum Zentrum für Astronomie Heidelberg (ZAH) vereinigt: Das Astronomische Recheninstitut (ARI) und die Landessternwarte (LSW) wurden in die Universität Heidelberg eingegliedert und bilden zusammen mit dem Institut für Theoretische Astrophysik (ITA) der Universität das neue Zentrum. Das ZAH ist direkt dem Rektorat der Universität unterstellt, wird aber in Forschung und Lehre eng an die Fakultät für Physik angeschlossen.
[ Astronomisches Recheinstitut | Landessternwarte | Institut für Theoretische Astrophysik ]

Dritter Datensatz des Sloan Digital Sky Survey veröffentlicht

Inzwischen wurde die überdeckte Himmelsfläche durch den dritten Datensatz (DR3) des SDSS auf 5282 Quadratgrad erweitert. Der DR3 enthält etwa 141 Millionen Objekte. Die spektroskopische Durchmusterung überdeckt bisher 4188 Quadratgrad und enthält insgesamt knapp 530000 Spektren.
[ Data Release 3 ]

Zweiter Datensatz des Sloan Digital Sky Survey veröffentlicht

UDF Am Montag, 15. März 2004, wurde der sechs Terabyte umfassende zweite Datensatz (DR2) des Sloan Digital Sky Survey (SDSS) veröffentlicht. Der SDSS bildet seit Mai 1998 einen Teil des Nordhimmels digital in fünf Farben ab, detektiert Objekte und nimmt Spektren eines Teils dieser Objekte auf. Der DR2 überdeckt bereits 3324 Quadratgrad und enthält 88 Millionen Galaxien, Sterne und Quasare vollständig bis zur 22.2-ten Größenklasse. Zusätzlich stellt der DR2 Spektren von 260000 Galaxien, 36000 Quasaren und 48000 Sternen zur Verfügung. Die Galaxien- und Quasarkataloge sind damit bereits die größten, die bisher produziert wurden.
[ Press Release / Pressemitteilung | SDSS | Data Release 2 ]

"Ultra Deep Field" des Hubble-Teleskops veröffentlicht

UDF Am Dienstag, 9. März 2004, hat das Hubble Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore (USA) die Daten des "Hubble Ultra Deep Field" (HUDF) veröffentlicht. Es ist das tiefste Bild des sichtbaren Universums, die bisher aufgenommen wurde. Bei einer Belichtungszeit von 400 Orbits des Weltraumteleskops (etwa eine Million Sekunden) zeigt es die ersten Galaxien, die im kurz nach dem Urknall im jungen Universum entstanden. Es wurde zwischen dem 24. September 2003 und dem 16. Januar 2004 mit den Kameras ACS und NICMOS in vier Farben im sichtbaren Licht und nahen Infrarot aufgenommen.

Das HUDF zeigt schätzungsweise etwa 10000 Galaxien auf einer Fläche von 5.25 Bogenminuten im Quadrat, das sind knapp 4% der Fläche des Vollmonds am Himmel. Neben den bekannten elliptischen und Spiralgalaxien ist das Feld übersät von Galaxien von ungewöhnlicher Form, die darüber Aufschluss geben, wie Galaxien im jungen Universum enstanden.
[ Press Release / Pressemitteilung | UDF Homepage | Daten ]

Verantwortlich: Matthias Bartelmann, letzte Änderung am Wednesday, 16-May-2007 09:42:51 CEST
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